CFS ist behandelbar

Das CFS (Chronisches- Müdigkeits- Syndrom) ist gar nicht ein so „schwierig zu behandelndes Leiden“ wie immer wieder behauptet wird. Es handelt sich beim CFS ähnlich wie beim MCS (Multiples Chemisches Syndrom) um eine chronische Krankheit, die wie es in der Bezeichnung MCS zum Ausdruck kommt, durch Umweltschadstoffe (Noxen) verursacht wird. Schadstoffe blockieren die Zellen und zerstören die Mitochondrien, die Energiespeicher der Zellen. Sie können gleichzeitig auch das Hormon- und das Immunsystem schädigen.

Als Schadstoffe kommen in erster Linie Metalle, chemische Stoffe und Pilztoxine in Frage. Diese kann man im Urin und im Blut auf Belastung und Sensibilisierung untersuchen, wenn eine Schwächung des Immunsystems vorliegt. Solche Laboruntersuchungen machen z. B. das Medizinische Labor Bremen oder das Institut für Medizinische Diagnostik in Berlin.

Mein Tipp an Kollegen/innen und Betroffene: Wenden Sie sich bei Fragen an diese Laborinstitute! Bei Feststellung einer Schadstoffbelastung als Ursache des CFS oder MCS kommt eine so genannte Ausleitungstherapie (Entgiftung) in Frage. Diese kann heute auf Naturheilbasis mit z. B. Chlorella-Algen (Biologo-Detox) oder Zeolithen erfolgen. Dieses siliziumhaltige Gestein ist das älteste Heilmittel der Welt. In Ihrem Buch „Der Stein des Lebens“ schreibt Frau Dr. I. Triebnig: Ich zitiere: „Ich bin davon überzeugt, dass die Entdeckung seiner einzigartigen Eigenschaften zu den größten wissenschaftlich-technischen Errungenschaften unserer Zeit zählt“. Das sehe ich ähnlich. Es zählt weltweit zu den am meisten wissenschaftlich untersuchten Naturheilmitteln. Ich nehme es seit meiner Palladium Vergiftung vor 18 Jahren nun vorbeugend ein, da wir täglich Umweltschadstoffen ausgesetzt sind. Und warum ist das nicht bekannt? Die Antwort von Frau Dr. Triebnig „Ich glaube, dass der pharmahörige Medizinbetrieb nicht wirklich an der breiten Bekanntmachung eines solchen revolutionären und preiswerten Naturheilmittel interessiert ist“. Zeolithe erhält man in jedem Reformhaus.

Was für CFS gilt, trifft für alle chronischen Erkrankungen einschließlich Krebs zu. Damit ist alles gesagt. Ich möchte mit diesem Leserbrief etwas Mut machen.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Ein so schwierig zu behandelndes Leiden“ vom 08. Februar 2016

Waffenfabriken an Stelle der Museen schließen

Als ich den Artikel „ AfL für Schließung der Museen“ las, verschlug es mir die Sprache. Ich möchte Walter und Lao Russel aus ihrem Buch „Radioaktivität – Das Todesprinzip in der Natur“ (erstmalig erschienen 1957, übersetzt 2006) - zitieren: Die Kultur stirbt, weil die Sinneswahrnehmung die Kultur scheut. Ein Wagner oder Mozart ist Milliarden wert und sollte gefördert werden. Die Wagners und Mozart von heute versuchen zu überleben, indem sie in Nachtclubs spielen oder Staubsauger verkaufen. Wir haben für die Künste des Friedens keinen Cent übrig, während gleichzeitig so viele Milliarden Dollar für die Kriegskünste ausgegeben werden, um jene zu erheben, die töten“. Er fährt dann fort: „Das Universum ist auf Liebe begründet, und eines Tages muss der Mensch die Bedeutung von Liebe im Hinblick auf das menschliche Überleben erkennen.“

Nun habe ich die Sprache wiedergefunden. Fazit: An Stelle der Museen sollten die Waffenfabriken geschlossen werden. Der ungerechte Welthandel sollte durch gerechte Verteilung der Güter ersetzt werden. Anstatt Kriege zu dulden sollten unsere Verantwortlichen in Politik und Kirche, sollten wir alle friedlich miteinander umgehen und die Liebe predigen und leben.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „AfL für Schließung der städtischen Museen“ vom 02. Februar 2016

Hier und heute im Sinne der Nächstenliebe handeln

Endlich einmal eine dpa-Meldung die schonungslos die Wahrheit sagt. Wenn man die Überschrift liest „62 Reiche besitzen so viel wie halbe Weltbevölkerung“ hat man die Ursache des derzeitigen Flüchtlingsstroms gleich mit geliefert bekommen. Wer arm ist, wer hungert, von Krieg oder Bürgerkrieg vertrieben wird, sucht zwangsläufig Zuflucht bei den Reichen. Die Überschrift macht die Ungerechtigkeit der Güterverteilung auf dieser unserer so schönen Erde überdeutlich.

Schuld an dieser ungerechten Verteilung, die für Reichtum auf der einen und Armut, Hunger und Hungerstod auf der anderen Scherenseite sorgt, sind nicht in erster Linie die Steueroasen, sondern unsere Politiker in den reichen Ländern, die nicht in der Lage sind, für eine gerechte Aufteilung der Güter zu sorgen. Im Gegenteil um ihren Besitz zu halten und sogar zu vergrößern werden Kriege geführt, Bürgerkriege in Kauf genommen oder provoziert.

Was ist zu tun? Wenn unsere Politiker versagen, gibt es nur eine Antwort. Papst Franziskus hat es in seinem Brief zum Welttag der Migranten und des Flüchtlings so formuliert: „Auf die Flüchtlingskrise gibt es nur die Antwort der Barmherzigkeit. Migranten und Flüchtlinge sind unsere Schwestern und Brüder.“ Diese Meinung vertritt auch unser Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck, in seinem Wort zum 1. Januar 2016 „Gottes Liebe unterscheide nicht zwischen Nationen, Kulturen, Religionen und Konfessionen – wir Menschen gehören alle zusammen und tragen füreinander Verantwortung“.

Wenn wir diese Flüchtlingskrise nicht in naher Zukunft in der Griff kriegen, dann muss man kein Prophet sein, um vorher zu sagen, werden in den kommenden 10 bis 20 Jahren nicht wie erwartet 10 - 20 Millionen Flüchtlinge Richtung Europa marschieren, sondern 40 bis 50 Millionen. Aus den Flüchtlingsströmen werden ganze „Lawinen von Menschen“, die über Europa, über alle reichen Industrienationen hinweg rollen werden. Wir müssen daher hier und heute schon im Sinne der Nächstenliebe handeln.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „62 Reiche besitzen so viel wie halbe Weltbevölkerung“ vom 10. Januar 2016

Mut machen: Ursachen von Demenz erkennen

Mit diesem Leserbrief möchte ich allen; die Angst vor Demenz haben oder schon an Demenz erkrankt sind, etwas Mut machen.

Ursache der Demenz, auch Morbus Alzheimer genannt, sind Umweltschadstoffe, insbesondere Schwermetalle. Sie sind laut Literaturangaben je nach Alter bis zu 80 Prozent Ursache von chronisch schleichend verlaufenden Krankheiten, zu denen auch der Morbus Alzheimer zählt. Das zeigt sich sehr deutlich daran, dass die Zahl der chronischen Erkrankungen gleichsam parallel zu der dramatisch angestiegenen Anzahl von Schadsoffen zugenommen hat. Was kann man tun?

Die Diagnose Alzheimer lässt sich durch die Erhebung einer ausführlichen Anamnese (Krankengeschichte) und klinischen Untersuchung zu 90 Prozent stellen. Sichern kann man sie dann durch entsprechende Laboruntersuchungen und bildgebende Verfahren (Röntgen, MRT usw.) Wichtig ist dabei, dass man neben den klassischen schulmedizinischen Laboruntersuchungen auch umweltmedizinische Tests macht, wie z. B. Untersuchung von Urin, Speichel, Blut, Gewebe auf Metalle und/oder chemische Schadstoffe. Das kann jeder Krankenhaus - und jeder niedergelassene Arzt machen.

Bei positivem Befund, d. h. wenn eine Belastung und/oder Sensibilisierung auf Schadstoffe festgestellt wird, sollte die dann notwendige Ausleitungstherapie durch einen Umweltarzt/in oder Heilpraktiker/in mit entsprechender Erfahrung erfolgen. Je früher diese Entgiftung erfolgt, desto besser sind die Erfolge.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Jeder Zweite hat Angst vor Demenz“ vom 27. November 2015

Transitzonen – ein Pulverfass?

Krieg

Ohne ein Ende der Bürgerkriege in Syrien, im Irak, Afghanistan, Jemen und in Afrika wird es weder kurz - noch mittel - oder langfristig ein Ende des Flüchtlingsstroms geben. Kriege können nur mit Waffen geführt werden. Ohne einen Stopp der Waffenlieferungen wird es daher kein Ende dieser Kriege geben und damit kein Ende des Flüchtlingsstroms. Es wäre ein Signal an alle Waffen liefernde Länder, wenn Deutschland als eines der führenden Waffenhersteller damit beginnen würde.

Gleichzeitig müsste aber die humanitäre Hilde für die betroffenen Bürger verdoppelt, verzehnfacht, ja um das Hundertfache und mehr erhöht werden. Laut Aussagen von Susanne Grabenhorst vom IPPNW FORUM werden für den Aktionsplan „Zivile Konfliktbearbeitung“ jährlich 35 Millionen zur Verfügung gestellt, für den „Verteidigungshaushalt 35 Milliarden. Neben dem ungerechten globalen Welthandel ist das eine weitere Hauptursache für Armut, Hunger und Tod von unzähligen Millionen von Menschen. Ferner müssten diplomatische Beziehungen zu allen Konfliktparteien geknüpft werden, d.h. auch zu Russland, IS- Vertretern, Assad, Saudi Arabien, Türkei usw. Militärisch lassen sich solche Bürgerkriege jedenfalls nicht lösen. Im Gegenteil, sie schüren erneut Hass und sind damit die Wurzel neuer Kriege. Mit dem Flüchtlingsstrom bekommen wir Industrienationen nun die Quittung für die verfehlte Politik der vergangenen Jahrzehnte. Man ist geneigt diese Politik, als „Moderner Kolonialismus“ zu bezeichnen.

Dieses alles im Blickpunkt muss man es als mutig und beispielhaft anerkennen, was unsere Bundeskanzlerin A. Merkel konkret persönlich und auf diplomatischen Wegen in Sachen sofortiger Flüchtlingshilfe tut. Merkel hat recht, wenn sie sagt, wir können die Flüchtlingsfrage lösen, wenn wir wollen. Wir müssen dann aber alle an einem Strang ziehen. Das tun wir aber nicht weder auf europäischer Ebene noch in Deutschland. Im Gegenteil, aus Bayern kommen sogar Drohungen vom Gegenspieler, H. Seehofer, offensichtlich aus rein parteipolitischen Gründen.

Da freuen sich die Rechtsradikalen in Deutschland und Österreich. Das ist zunächst durchaus legitim, aber dann soll er bitteschön das C (Christlich) und das S (Sozial) aus seinem Parteibuch streichen. Sein Vorschlag, zu dem er die Kanzlerin hat breit schlagen lassen – schade -, jetzt Transitzonen zwischen Deutschland und Österreich einzurichten, ist moralisch/ethisch verwerflich, juristisch mehr als zweifelhaft, medizinisch nicht zu verantworten. Es ist auch technisch und zeitlich vor dem Winter nicht möglich. Wer soll die Zehntausenden, vielleicht sogar bald Hundertausende an der Grenze in engen Transitzonen untergebracht - ein Pulverfass - gleichzeitig verpflegen, medizinisch betreuen und bewachen?

Mein Vorschlag: Unterstützen wir alle unsere Kanzlerin in ihrem Sinne, jeder in seinem Bereich und gemäß seinem Können!

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Warme Worte“ vom 19. Oktober 2015

Schadstoffe als Ursache von chronischen Darmentzündungen

Den Aussagen in Ihrem Artikel „ Wenn der Darm ständig entzündet ist“ stimme ich weitgehend zu. Es ist lobenswert, dass darüber in Tageszeitungen berichtet wird. Ich bin jedoch nicht der Meinung von Fr. Prof. Britta Siegmund, dass ständige Darmentzündungen wie z. B. die geschilderten Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa nicht heilbar sind.

Sie sind vielmehr durchaus behandelbar und damit kurabel, wenn man die Ursache findet und beseitigt. Das Studium der einschlägigen Literatur und eigene Untersuchungen über einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren zeigen, dass bei über 80 Prozent der chronischen Darmentzündungen als Ursache eine Schadstoffbelastung vorlag, insbesondere mit toxischen Metallen wie z. B. Quecksilber, Kupfer, Cadmium, Zinn. Bei einem zweijährigen Mädchen, das fast verblutet wäre, lag zusätzlich eine Belastung mit Zinn und Organozinnverbindungen (organische Zinnverbindungen) vor.

gesund

Wie kommt es dazu? Die Darmflora besteht aus vielen Billionen Microorganismen: Pilze, Bakterien und Viren, mit denen wir seit vielen tausenden Jahren in lebensnotwendiger Symbiose leben. Diese Darmflora hat neben der Verdauung und Stärkung des Immunsystems eine weitere wichtige Aufgabe: Ihre Pilze und Bakterien speichern anorganische Metalle und wandeln sie durch Biomethylierung in organische Metalle um. Diese organischen Stoffe sind bis zu tausendmal giftiger als die anorganischen. Tötet man die Pilze und/oder Bakterien durch Antibiotika oder Antimykotica (Antipilzmittel) ab, werden diese Metalle frei und dringen leicht in alle Organe ein. Sie passieren auch die Bluthirnschranke und schädigen das Zentralnervensystem. Man sagt: Sie wirken neurotoxisch. Ich habe sogar kanzerogene (krebsverursachende) Metalle wie Nickel, Aluminium und Cadmium in Hirntumoren gefunden.

Die geschilderten genetischen Veränderungen als Ursache von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zu bezeichnen, stimme ich so ebenfalls nicht zu. Vielmehr sind es wiederum die Metalle, die eben diese Genschäden erzeugen. Also sind sie wiederum die eigentliche Ursache.

Was lernen wir daraus: Man sollte vor Beginn jeder Darmtherapie Urin und/oder Blut auf Schadstoffbelastung untersuchen. Liegt eine Belastung vor, sollte man zunächst fachgerecht entgiften. Alle sonst vorgeschlagenen Maßnahmen, Ernährung, Nichtrauchen, Stärkung des Immunsystems sind natürlich zu befürworten. Zusätzlich gebe ich gerne Vitamin H haltige Präparate. Es fördert das Wachstum der Schleimhautzellen.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Wenn der Darm ständig entzündet ist“ vom 07. September 2015

Was muss noch passieren?

Wenn man den Artikel vom 27. Juni in der LN „ Unkrautvernichter in der Muttermilch“ liest, stellt sich unweigerlich die Frage: Was muss noch passieren, um auf die Gesundheitsgefährdung durch Umweltschadstoffe aufmerksam zu machen? Schon vor über 10 Jahren konnte man den Medien entnehmen, dass in der Muttermilch über 300 Schadstoffe gefunden wurden.

Nun findet man auch noch das Unkrautvernichtungsmittel "Glyphosat". Es steht im Verdacht Krebs (Karzinogenität) und kongenitale Fehlbildungen (Teratogenität) verursachen zu können. Die IARC (International Agency for Research on Cancer) vom März 2015 kommt zu dem Ergebnis, dass es begrenzte Nachweise an Menschen für das kanzerogene Potential von Glyphosat gebe. Bei Ratten und Mäusen sei es gesichert. Aus diesem Grund wird Glyphosat im Öko-Landbau nicht eingesetzt.

Ich rate den Müttern, die unsicher sind, aber stillen wollen, was ja auch empfehlenswert ist, die Muttermilch beim Muttermilch-Untersuchungsprogramm des Landes Niedersachsen auf Schadstoffe untersuchen zu lassen. Das ist kostenfrei und sie sind auf der sicheren Seite.

Adresse: Muttermilch-Untersuchungsprogramm des Landes Niedersachsen, Rosenbecker Str. 4 -6, 30449 Hannover, Tel: 0511- 4505 -0

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Unkrautvernichter in der Muttermilch“ vom 27. Juni 2015

... obwohl sie die eigentliche Ursache noch nicht kennen

Kompliment an alle Forscher, dass sie nun die als unheilbar geltende Krankheit, Multiple Sklerose (MS genannt), unter Kontrolle bringen können, obwohl sie die eigentliche Ursache noch nicht kennen.

Für mich selbst gilt die Regel, dass alle Patienten mit Krankheiten unklarer Ursache auf Schadstoffe (Noxen) untersucht werden sollten, insbesondere auf Metalle, chemische Stoffe (Noxen) und Pilztoxine. Gleichzeitig sollte das Immunsystem mit Hilfe des LTS-Tests (Lymphozyten-Transformations-Test) getestet werden, ob es sensibel auf Noxen reagiert. Ferner fordern wir Umweltärzte seit Jahren eine Untersuchung der Glutathion-S- Transferasen (GTS), um eine evtl. Genschädigung festzustellen. Die GTS sind notwendig, um Giftstoffe abzubauen, so dass sie dann ausgeschieden werden können.

Inzwischen leiden 70 Prozent der eurasischen (europäischen) Bevölkerung an einer solchen Genschädigung. Ich selbst bin ebenfalls betroffen und mache deswegen zweimal jährlich eine Ausleitungstherapie, die mir bestens bekommt. Ursache einer Immunschwäche, der geschilderten Genschäden oder der Autoimmunerkrankung, dazu zählt man die MS, sind wiederum meist Metallverbindungen. Das ist inzwischen von der WHO (Weltgesundheits Organisation) und von der Europäischen Umweltkommission anerkannt.

Je früher man beim Verdacht auf MS mit der obigen Diagnostik und Therapie beginnt, umso größer sind die Heilungschancen. Da schon entstandene Nervenschäden nicht mehr geheilt werden können, ist eine solche Frühbehandlung empfehlenswert. Sie ist preiswerter, hat praktisch keine Nebenwirkungen und erspart den Betroffenen viel Leid. Was für MS zutrifft, gilt auch für Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer, trifft letztlich grundsätzlich für alle chronischen Erkrankungen angeblich unklarer Ursache, einschließlich Krebs, zu. Auch bei Infektionskrankheiten wie Borreliose, Tuberkulose, die wieder auf dem Vormarsch sind, und bei allen viralen Infektionen wie Aids, Ebola sollte man an eine Schadstoffbelastung denken.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „MS lässt sich unter Kontrolle bringen“ vom 21. Juni 2015

Pilotenkrankheit

Als ich am 27.März 2015 Ihren Artikel las „ Wir kennen nicht den Grund“ und auch die anderen Berichte über diese schreckliche Flugzeugkatastrophe noch einmal eingehend studierte, fiel mir schlagartig das Aerotoxische Syndrom, auch Pilotenkrankrankheit genannt, ein, über das seit 2010 immer häufiger berichtet wird.

Ursache ist das hochtoxische Trikresylphosphat (TCP). Dieses ist in dem Triebwerksöl enthalten. Es kann, wenn deren Dämpfe aus undichten Stellen der Hydrauliköl-Leitungen austreten, über den Luftstrom in die Pilotkabine geraten. Es gibt nach Angaben der Pilotenvereinigung weltweit 500 Fälle von Besatzungsmitgliedern, die nach Einatmen von Giftstoffen in der Kabinenluft krank wurden. Schon nach einmaligem Einatmen sind gesundheitliche Beeinträchtigungen festgestellt worden. Die Betroffenen sind arbeitsunfähig und verlieren ihre Fluglizenz ohne Entschädigung. Ein wirksamer Schutz vor den Schadstoffen ist technisch sehr aufwendig, weil er an den Flugzeugmotoren neue Konstruktionen erforderlich macht.

Literatur: 1. Spiegel, online August 2010 (Notlandung einer Condor-Maschine), 2. Furlong et al. Toxicol Appl. Pharmacol. 2011 (Nachweis von TCP in untersuchten Passagieren), 3. 25. September 2011, Spiegelbericht über Rauch in der Pilotkabine bei Air Berlin, 4. Am 13. 05.2013 musste ein Pilot einer Lufthansamaschine wegen Rauchentwicklung kurz nach dem Start Flug abbrechen.

Die Krankheit ist wenig bekannt. Hersteller und Luftverkehrsgesellschaften weisen darauf hin, dass ein wissenschaftlicher Beweis für den Zusammenhang der Symptome und TCP bislang nicht hergestellt werden konnte. Aus umweltmedizinischer Sicht muss man aber im Rahmen der Ursachenforschung auch an dieses Aerotoxische Syndrom denken. Als Symptome sind psychische und neurologische Beschwerden bekannt wie z. B. anhaltendes unerklärbares Krankheitsgefühl, dauernde Erschöpfung, depressive Verstimmungen, Würgereiz, Konzentrationsstörungen, Störungen der Wahrnehmung, Lähmungen, Schwindel, Anfälle von Bewusstlosigkeit, toxische Nervenschädigungen (Polyneuropathie.) Das TCP (Abbauprodukte) lässt sich im Urin und nach Apherese im Eluat nachweisen.

Für ein Aerotoxisches Syndrom“ beim dem Co-Piloten könnten sprechen: 1. Die Unterbrechung der Ausbildung für einige Monate. 2. Die jetzige Krankschreibung. Aus Angst seinen Arbeitsplatz zu verlieren ist er dennoch zur Arbeit gegangen.

Man kann auch hier nur spekulieren. Dennoch sollte man auch in dieser Richtung untersuchen. Vielleicht ist noch Urin vorhanden, welchen man nachträglich auf TCP untersuchen könnte. In jedem Falle gilt: Solange man nicht die zweite Blackbox gefunden und ausgewertet hat und alle Laborbefunde, solange sollte man mit einer endgültigen Antwort auf die Ursache des Absturzes warten.

Absturz
 

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Wir kennen nicht den Grund“ vom 27. März 2015

Verhältnisse wie im Nahen Osten oder in Afrika

In meinem Leserbrief, der am 21.03.2015 in Ihrer Zeitung erschienen ist, habe ich gesagt: „Wenn wir so weiter wirtschaffen dauert es vielleicht nicht mehr lange, dann haben wir die gleichen Verhältnisse wie im Nahen Osten oder in Afrika“.

Am Mittwoch, den 18. März war diese Aussage schon überholt, denn an diesem Tag brannten in der Innenstadt von Frankfurt Autoreifen, Fensterscheiben wurden eingeschlagen, Tram-Haltestellen verwüstet, durch die Straßen um den neun EZB (Europäische Zentralbank) zog beißender Rauch. Passanten sagten aus, „die Stadt befand sich in einem kriegsähnlichen Zustand“. Ergebnis: Zahlreiche Verletzungen von Passanten, Anwohnern und von ca. 100 Polizisten, genau 100 zu viel. Nach Kopenhagen und Paris hat die Terrorwelle nun auch Deutschland erreicht. Unser Innenminister reagierte sofort. Er will eine Antiterror-Einheit aufbauen. Nach meiner Meinung aber eine völlig falsche Reaktion. Ursache dieser Krawalle ist letztlich die Unzufriedenheit der Bürger mit unserer Politik. Sie duldet ja fördert geradezu, dass die Reichen reicher werden und gleichzeitig die Armut zunimmt.

Konkret: Die meisten Bürger können es einfach nicht mehr verstehen, dass unsere Wirtschaft seit 2- 3 Jahren zunehmend boomt, der Gewinn aber beim „kleinen“ und oft armen Mann nicht ankommt. Die zahlreichen Streiks in den letzten Monaten z. B. bei der Lufthansa, der Bundesbahn, der Angestellten im öffentlichen Dienst sind ebenfalls ein Ausdruck dieser berechtigten Unzufriedenheit. Sie brauchten alle nicht zu sein, wenn die Arbeitgeber zu einem gerechteren Lohn bereit wären. Es ist im Wesentlichen der Verdienst eben unserer Arbeiter und Angestellten, dass die Wirtschaft so gut läuft. An Stelle strengerer Gesetze und des Aufbaus einer Antiterror-Einheit könnte man z. B. dieses Geld in eine bessere Bezahlung der Angestellten stecken.

Die wichtigste Forderung an die Politiker lautet daher: Setzen Sie sich mehr für ein gerechtere Verteilung der Güter ein, dann haben wir zufriedenere Bürger, brauchen weniger Gesetze und weniger Kontrolleure dieser zahllosen Vorschriften. J. Steglitz Wirtschaftsexperte und Nobelpreisträger 2001, hat Recht, wenn er in seinem Buch „Der Preis der Ungleichheit“ schreib: „Der Preis der Ungleichheit ist unter diesen Gegebenheiten bald nicht mehr zu bezahlen. Die Spaltung der Gesellschaft bedroht unsere Zukunft“.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Tag der Wut“ vom 19. März 2015

Friede ist dort, wo es keine Armut gibt - Wachstum statt gerechter Verteilung der Güter

Wenn man den Artikel liest „Armut steigt sprunghaft an“ wird man sofort an ähnliche Überschriften erinnert wie „Traurig im Pott“ nimmt zu, Krebs nimmt zu, ADHS bei Kindern nimmt zu, die Zahl der Kriegsschauplätze war noch nie so hoch wie heute. Diese Feststellungen haben eines gemeinsam, nämlich die gleiche Ursache.

Zunahme von Krankheiten führt häufig zu Arbeitslosigkeit und damit zu Armut. Armut ist oft die Quelle sozialen Unfriedens und kann so zu kriegerischen Auseinandersetzungen bis hinzu Bürgerkriegen führen. Die zahlreichen Kriegsschauplätze im Irak, Syrien, Lybien, Jemen, Südsudan usw. sind Beispiele hierfür. Was hat Deutschland damit zu tun? Viel.

Obwohl die Wirtschaft boomt, nehmen auch bei uns chronische Erkrankungen dramatisch zu. Für Ursachenforschung hat man angeblich keine Zeit und kein Geld. Eine Folge: Die Armut steigt wie gesagt auch bei uns sprunghaft an. Gleichzeitig erhöht sich die Zahl der Superreichen. Wie kann das sein? Wenn wir so weiter wirtschaften, dauert es vielleicht nicht mehr lange, dann haben wir die gleichen Verhältnisse wie im Nahen Osten oder in Afrika. Das kann auch in Deutschland, in Europa passieren. Der Bürgerkrieg vor unserer Haustür in der Ostukraine sollte uns eine Warnung sein.

Radikale Gruppen wie die Talibanen, Hamas, IS-Terrormilizen des Islamischen Staates, die ihre Aktivitäten hinter ihrer Religion verstecken, sind aus diesen Gründen heraus entstanden. So einfach ist Ursachenforschung.

Das scheinen unsere Politiker, manche Konzernmanager und unsere Kirchenfürsten/Bischöfe und Kardinäle leider nicht zu wissen oder wollen es nicht wahrhaben. Wachstum und noch einmal Wachstum statt gerechte Verteilung der Güter heißt auch heute noch die Devise.

Ungleich
 

Was ist zu tun? Notwendig ist eine gerechtere Verteilung der Ressourcen, der Güter dieser so schönen Erde, die uns schließlich alle gehören. Viel besser als ich das schildern kann, können Sie diese Zusammenhänge nachlesen in dem Buch „Preis der Ungleichheit“ von Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger für Wirtschaft 2001.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Armut steigt sprunghaft an“ vom 20. Februar 2015